News

News

Rekorde sind zum Brechen da: Fast 20 Jahre als Tennisprofi hat der gebürtige Baseler Roger Federer inzwischen hinter sich, und in einem Alter, in dem die meisten Spitzensportler im Ruhestand sind, legt er immer noch ein bisschen mehr nach.

Die ersten 16 Spiele dieses Jahres ist er als Sieger vom Platz gegangen. Damit hat der 36 Jahre alte vierfache Vater seinen eigenen Rekord von 2006 wiederholt. Seinen Erfolg hat er durch hartes Training erzielt. Jede Woche macht er 10 Stunden zusätzliches Kraft- und Ausdauertraining, um auch im Alter weiterhin fit zu bleiben. Seine Routine wird schon seit Jahren im Detail aufgezeichnet und kontrolliert, heutzutage machen es tragbare Geräte wie Fitbit und co. noch einfacher, die Ergebnisse zu dokumentieren um die Ergebnisse stets verbessern zu können.

Im 17. Match in Indian Wells musste er sich zwar dem Argentinier Juan Martin del Potro geschlagen geben, die Nummer Eins der Weltrangliste ist er damit aber fürs Erste geblieben. Das gilt auch für die Einschätzung von Millionen von Fans weltweit, und Buchmachern, die ihn mit Ausnahme von wenigen Jahren fast kontinuierlich als Mitfavoriten bewerten.

Das Tennisspiel entdeckte Federer bereits mit drei Jahren, und im Alter von acht Jahren trat er dem Tennisclub TC Old Boys bei. Fußball spielte er nebenbei auch noch mit beachtlichem Erfolg, bis er sich als Zwölfjähriger ganz fürs Tennisspiel entschied. Zwischen 1995 und 1997 holte er allein sieben Schweizer Juniorenmeistertitel.

Der internationale Durchbruch in der Juniorentour kam schon kurz nachdem er im Alter von 16 Jahren die Schule zugunsten der Tenniskarriere aufgegeben hatte. Nach einem ersten Erfolg bei den Australian Open, bei denen er 1998 das Halbfinale erreichte, und Junioren-Titelgewinnen im Einzel und Doppel in Wimbledon beendete er das Jahr als Nummer Eins. Der Einstieg in die Profilaufbahn war damit gesichert.

Der Rest ist Tennisgeschichte. Allein 20 Grand-Slam-Titel im Herreneinzel hat der, als vielseitigster Spieler im heutigen Tennis geltende, Federer geholt – vier mehr als sein Dauerrivale Rafael Nadal. 30mal stand er im Finale. Er ist der einzige Spieler, der drei Grand-Slam-Titel in einer Saison holte (2004, 2006 und 2007). Er hat als einziger Spieler bei jedem der vier Grand-Slam-Turniere mindestens fünfmal das Finale erreicht.

Unangefochten an der Spitze liegt er auch mit seiner Zeit als Nummer Eins der Weltrangliste. 308 Wochen sind es derzeit. Das sind fast sechs Jahre. Davon waren es 237 Wochen ohne Unterbrechung.

Nur mit den Sandplätzen hapert es bei Tenniskönig Roger. Dort läuft ihm Rafael Nadal den Rang ab. Zurzeit erwägt Federer noch, ob er in diesem Jahr bei den auf Sand gespielten French Open antreten wird. Bereits abgesagt hat er eine Turnierteilnahme in Monte Carlo.

Das kleine Fürstentum an der Riviera liebt ihn dennoch. Bei den Laurens Sports Awards in Monaco wurde Federer gerade erst zum Weltsportler des Jahres ausgezeichnet – zum fünften Mal. Damit ist er nicht nur der älteste Titelträger, sondern auch der erfolgreichste. Bis dahin hatte er sich den Rekord mit Läufer Usain Bolt geteilt.

Und noch ein Titel wurde ihm in Monaco verliehen. Tennis-Legende Boris Becker überreichte ihm die Trophäe für das Comeback des Jahres.

Bei all dem Training und den Turnieren bleibt Federer sogar noch die Zeit, als Fußballfan für den FC Basel und die Schweizer Nationalmannschaft mitzufiebern. Auch ehrenamtlich ist Federer schon früh aktiv geworden. 2003 gründete er eine Stiftung, die Hilfsprojekte für Kinder finanziell unterstützt, und nach dem Erdbeben und folgendem Tsunami im Indischen Ozean zu Weihnachten 2004 beteiligte er sich an Hilfsprojekten für die Opfer. 2006 wurde er als erster Schweizer zum internationalen UNICEF-Botschafter ernannt. Nicht nur im Tennisspiel ist er stets ganz vorne.

 

geschrieben am 04.07.2018 um 15:02 Uhr.
 



Roger Federer, der ungekrönte König - Tennis News, News Tennis - Tennis-Aaron (Druckansicht)